Allergie
Therapeutische
Maßnahmen und Naturheilkundliche Tipps Alles über die Diagnostik bei Allergie lesen Sie in Teil 1: www.1-allergien.de Nach einer gründlichen Untersuchung und einwandfreien Diagnose stehen umfangreiche Vorbeugungsprogramme als auch therapeutische Maßnahmen aus der Naturheilkunde für die Behandlung einer Allergie zur Verfügung.
Vielleicht gehören Sie auch zu den Menschen, die jedem Sommer mit Angst entgegen sehen, weil Sie die Sonne nicht genießen können, sondern an quälenden Juckreiz, Bläschen oder Quaddeln denken? Hier ein Vorbeugungsprogramm für eine „Sonnenallergie“, welches zwar keinen hundertprozentigen Schutz garantiert, aber zu einen deutlichen Minderung der Beschwerden führen kann, wenn damit früh genug begonnen wird: Ø Beta-Carotin (siehe auch www.ganzheits-medizin.de/beta-carotin/) ist ein natürlicher Lichtschutz. Sie bestimmt schon einmal ein Baby gesehen, welches durch Zufuhr von reichlich Karottensaft eine gelb-braune Farbe angenommen hat. Dies stellt eine ungefährliche Hypervitaminose (Überdosierung mit Vitamin) dar, bei der sich überschüssiges Beta-Carotin in der Haut ablagert. Dort führt es aber zu einem milden Sonnenschutz. Eine Zufuhr von etwa 50 mg Beta-Carotin ergibt wissenschaftlich nachgewiesen immerhin einen Schutz, der einem Lichtschutzfaktor von 2-4 entspricht. Dies bedeutet, dass Sie doppelt bis viermal so lange in der Sonne bleiben können, bis eine Reaktion auftritt. Dies ist im Vergleich zu Sonnencremes mit Faktor 12, 20 oder 30 nicht viel, aber immerhin. Wichtig: Sie müssen vier, besser acht Wochen vor dem Sommer oder der geplanten Reise in den Süden damit beginnen, damit sich der Schutz in der Haut aufbauen kann. Außerdem wichtig: Raucher dürfen Beta-Carotin in diesen Dosen nicht einnehmen, da hierunter das Risiko für Krebs steigen könnte. Wäre das nicht ein Grund mehr, mit dem Rauchen aufzuhören? Rauchen und Sonne sind übrigens die beiden besten Faktoren für eine vorzeitige Hautalterung. Ø Vitamin E ist unser wichtiges Antioxidans im fettigen Milieu. Es ist in der Lage, die durch die UV-Strahlen der Sonne erzeugten Zellschäden wieder zu reparieren. Hierzu sollten Sie wie beim Beta-Carotin einige Wochen vor der beabsichtigten stärkeren Sonnenexposition mit der Einnahme von Dosen zwischen 400 und 1200 IE beginnen. Zum Vitamin E und der jüngst diskutierten „Gefährlichkeit“ siehe auch www.ganzheits-medizin.de/vitamin-e/. Für eine kurmäßige Einnahme höherer Dosen sind keine Risiken zu vermuten. Natürliches Vitamin weist möglicherweise deutliche Vorteile gegenüber synthetischem auf. Ø Vitamin C ist unser wichtigstes Antioxidans im wässrigen Milieu (siehe auch www.ganzheits-medizin.de/vitamin-c/). Vitamin C und E ergänzen dich daher sehr gut. Da Vitamin C praktisch nicht gespeichert wird, genügt es, wenn Sie mit der Vitamin C-Einnahme wenige Tage vor der Sonnenexposition beginnen. Eine Dosis von zweimal einen halben Teelöffel ist zu empfehlen. Sollte diese doch recht große Menge nicht vertragen werden, siehe entsprechende Tipps in meinem Vitamin C-Artikel (www.ganzheits-medizin.de/vitamin-c/). Ø Beispiel: Beta-Carotin 20-25 mg (z.B. Carotaben) 2x1, Vitamin E 400-600 IE (z.B. Mowivit 600) 2x1, Vitamin C 2x1/2 Teelöffel – mit Beta-Carotin und Vitamin E vier bis acht Wochen, mit Vitamin C wenige Tage vor geplanter stärkerer Sonnenbestrahlung beginnen. Ø Achtung: Ein solches Vorbeugungsprogramm ergänzt andere Schutzmaßnahmen (z.B. Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor, Tragen angemessener Kleidung, Sonnenhut, Meiden übermäßiger Sonnenexposition), es ersetzt diese Maßnahme aber keinesfalls!
Allergie: Pollenallergie – kann man erfolgreich vorbeugen? Zunächst
die gute Nachricht: Ja, man kann! Es ist aber nicht ganz einfach und Sie müssen
die vorgeschlagenen Hinweise konsequent durchführen. Beginnen möchte ich mit der
Und das können sie anrichten… Ergänzen können Sie diese homöopathische Vorbeugung durch ein orthomolekulares Programm mit hoch dosierten Nährstoffen. Vitamin C, Magnesium, Kalzium und Zink haben sich als leicht anti-allergisch erwiesen. Eine hohe Zufuhr mit diesen Stoffen hilft die Mastzellen zu stabilisieren (sie können dann weniger gut Histamin freisetzen, welches bei Allergien eine entscheidende Rolle spielt) oder einmal freigesetztes Histamin schneller wieder abzubauen. Damit Nährstoffe gut wirken, müssen sie aber in relativ hohen Dosen gegeben werden. Folgendes orale Präventionsprogramm empfehle ich meinen Patienten mit Allergie: Ø Galphimia glauca D6 Tabl. 3x1 Ø Zink 20 mg (z.B. Cefazink 20) morgens ½ Stunde vor dem Frühstück (bei nüchterner Einnahme wird Zink besser aufgenommen) Ø Kalzium 1000 mg (z.B. Calcium Sandoz fortissimum) mittags ½ Stunde vor dem Essen Ø Magnesium 300 mg (z.B. Magnesium Diasporal Beutel) abends direkt vor dem Schlafengehen. Sollte hierunter der Stuhl weicher werden, gehen Sie auf einen halben Beutel zurück. Ø Vitamin C 3x ¼ Teelöffel täglich. Bei Unverträglichkeit siehe die alternativen Tipps unter www.ganzheits-medizin.de/vitamin-c/.
Noch genauer lässt sich die Mineralstoffherapie mit einem Monitoring der Elemente Zink und Magnesium steuern. Bei einem Mangel würde man versuchen, höhere als die oben angegebenen Dosen zu geben. Eine Kalziumuntersuchung ist nicht hilfreich, da weder der Serum- noch der Vollblutkalziumspiegel eine Beziehung zum Gesamtkörperbestand haben. Dieses Programm kann man noch intensivieren, indem man vor und während der Pollensaison ein- bis zweimal in der Woche eine Infusion erhält. Diese besteht aus: Ø 250 ml 0,9 % NaCl (Kochsalzlösung) Ø 250 mg Magnesium (z.B. 1/2 Ampulle Magnesium Verla i.v. 50 %) Ø 6 mg Zink (z.B. Unizink Ampulle) Ø 1000 mg Kalzium (z.B. Calcium Braun Ampullen 10 ml) Ø 7,5 g Vitamin C (z.B. Vitamin C 7,5 g Infusionsflasche von Pascoe) Ø Das homöopathische Kombinationsmittel Allergopasc Ø Histamin Injeel forte Die Wirkung der homöopathischen Mittel kann noch gesteigert werden, wenn die Hälfte des Allergopasc und des Histamin Injeel forte in die Infusion gespritzt wird, die andere Hälfte hingegen mit Eigenblut (nach der Infusion entnommen) gemischt und in den Gesäßmuskel injiziert wird. Diese Eigenblutbehandlung sollte unbedingt durchgeführt werden, wenn die Pollenallergie schon symptomatisch geworden ist. Allergie: Was tun, wenn doch stärkere Symptome durch die Pollen auftreten? Die wichtigste Maßnahme ist natürlich, den Pollenkontakt zu meiden, wo es nur geht. Wenn Sie allergisch gegen Baumpollen sind, sollten Sie nicht unbedingt zur Pollenflugzeit Waldspaziergänge unternehmen. Auch Sonnenbäder auf Wiesen müssen nicht sein, wenn Sie gegen Blüten- und Gräserpollen allergisch sind und diese gerade ihr Unwesen treiben. Gänzlich wird sich ein Kontakt während der Saison aber nicht vermeiden lassen. Dann sollten Sie aber versuchen, den Kontakt zwischen Ihren Schleimhäuten und den Pollen möglichst gering zu halten. Ein Geheimtipp ist dabei die Nasendusche: Ø Besorgen Sie sich in Apotheke oder Sanitätshaus eine Nasendusche. Spülen Sie morgens und abends einmal die Nase durch. Das klingt unangenehmer als es ist. In den Gerbrauchsanweisungen ist das Vorgehen genau beschrieben. Bei richtiger Anwendung kann keine Kochsalzlösung den Rachen hinunterlaufen. Sie können fertige Kochsalzlösung kaufen. Es ist aber auch möglich, eine solche selbst herzustellen. Wenn Sie einen Esslöffel Kochsalz mit einem Liter Wasser mischen, dann haben Sie von der Konzentration eine physiologische Kochsalzlösung, wie sie in unserem Körper vorkommt. Ist die Lösung deutlich zu dünn oder zu konzentriert, dann beißt es in der Nase. Bei richtiger Konzentration merken Sie praktisch nichts. Da Sie die Lösung immer frisch zubereiten sollten und die Nasendusche gewöhnlich ¼ Liter Lösung fasst, kommen Sie mit ½ Teelöffel Kochsalz in der Regel gut aus. Eine solche Spülung mit der Nasendusche befreit die Nasenschleimhaut von den lästigen Pollen und hilft so, die Symptome einer Allergie zu mindern.
Ø Nach der Spülung empfiehlt es sich, einen Tropfen Olivenöl in jedes Nasenloch zu installieren. Befeuchten Sie dazu den Zeigefinger mit etwas Öl und reiben Sie das Nasenloch damit gut aus. Schnupfen Sie es dann hoch. Die oftmals entzündlich gereizte Nasenschleimhaut heilt so besser ab. Die Pollen können ihre allergische Wirkung nicht so gut entfalten, wenn die Schleimhaut mit einem leichten Ölfilm benetzt ist. Wem diese Methode zu unangenehm ist, kann auch das Coldastop Nasenöl mit der beigefügten Pipette eintropfen. Wenn diese Tipps immer noch nicht ausreichen, dann gibt es noch schulmedizinische Medikamente, die antiallergisch wirken. Als Mittel der ersten Wahl würde ich dabei Präparate mit DNCG einsetzen. Dies ist die Abkürzung für Dinatriumchromoglycinsäure. Dieser Stoff wurde erstmals im Bischofskraut (Ammi-visnaga) entdeckt, stammt also praktisch aus der Naturheilkunde. DNCG wirkt nur lokal und dichtet die Mastzellen (weiße Blutkörperchen, die bei Allergien Histamin ausschütten) ab. Es wird oberflächlich angewendet und hat kaum Nebenwirkungen. Es steht als Nasen- und als Augentropfen zur Verfügung. Wählen Sie das Präparat, welches Sie aufgrund Ihrer Beschwerden benötigen. Tränen die Augen und läuft die Nase gleichzeitig, so wählen Sie Kombipackungen (z.B. Allergocrom Kombipackung). Sind die allergischen Beschwerden dann immer noch unerträglich, dann kommen Antihistaminika in Frage. Reicht auch das noch nicht aus, sollte der Arzt ein Kortisonpräparat verordnen. Dies wird aber nur in schweren Fällen nötig sein, die sich mit anderen Mitteln nicht in den Griff bekommen lassen. Allergie: Was tun bei Nahrungsmittelallergie? Als Allergie auslösend erkannte Lebensmittel sollten strikt gemieden werden. Wenn eine IgE-vermittelte Allergie nachgewiesen wurde, sollte der Allergiker diese Substanz mindestens zwei Jahre konsequent meiden. Danach kann versucht werden, sie wieder in kleinen Mengen zuzuführen. Wenn dann wieder Symptome auftreten, müsste das Lebensmittel ggf. lebenslang vermieden werden. Bei Symptomfreiheit unter Provokation kann es weiter zugeführt werden – aber keine großen Mengen und auch nicht öfter als einmal alle fünf Tage. Treten später doch wieder Symptome auf, sollte der Allergiker darauf verzichten.
Bei IgG-vermittelten Allergien sollte ein Lebensmittel nur dann gemieden werden, wenn auch ein Zusammenhang zu einer Verschlechterung nach Einnahme dieses Lebensmittels festgestellt werden kann. Dies kann manchmal schwierig sein, da die Symptome nicht so schnell wie bei einer IgE-vermittelten Allergie auftreten. Nach einer Karenz von einem halben Jahr kann die Einnahme kleiner Mengen maximal alle fünf Tage versucht werden. Bei einer erneuten Verschlechterung der Symptomatik sollte es dann doch länger oder für immer gemieden werden. Zusätzlich
können Magnesium, Zink,
Vitamin C und Kalzium (siehe Pollenallergie) eingenommen
werden. Bei einer
Ø Zink 20 mg (z.B. Cefazink 20) morgens ½ Stunde vor dem Frühstück (bei nüchterner Einnahme wird Zink besser aufgenommen) Ø Kalzium 1000 mg (z.B. Calcium Sandoz fortissimum) mittags ½ Stunde vor dem Essen Ø Magnesium 300 mg (z.B. Magnesium Diasporal Beutel) abends direkt vor dem Schlafengehen. Sollte hierunter der Stuhl weicher werden, gehen Sie auf einen halben Beutel zurück. Ø Vitamin C 3x ¼ Teelöffel täglich. Bei Unverträglichkeit siehe die alternativen Tipps unter www.ganzheits-medizin.de/vitamin-c/ Ø Vitamin B6 50 mg (z.B. Vitamin B6 Hevert Tabl.) Ø Ggf. noch Methionin 500 mg 3x1 (z.B. Acimethin Filmtabl.). Wenn es Stuhl Hinweise auf eine Undichtigkeit der Darmschleimhautbarriere gibt (so genanntes leaky gut-Syndrom, erkennbar an einem hohen α1-Antitrypsin im Stuhl), so sollten noch Darmschleimhaut schützende und regenerierende Maßnahmen erfolgen. Bei einer undichten Schleimhaut können auch größere Allergene die Barriere durchdringen. Dies kann die Entwicklung von Allergien triggern. Daher sollte bei einem nachgewiesenen leaky gut-Syndrom bei Allergikern unbedingt eine Abdichtung der Darmschleimhaut angestrebt werden. Hierzu kann eine – manchmal nur vorübergehende – Gabe von pflanzlichen Präparaten wie Myrrhinil intest oder Mucofalk sowie eine mikrobiologische Therapie wie Paidoflor, Mutaflor oder Synerga hilfreich sein.
Alle angegebenen Untersuchungen können ambulant (nur privat) oder stationär in der Habichtswaldklinik durchgeführt werden. Wenn die Kasse einen stationären Aufenthalt nicht genehmigt, kommen noch attraktive, preiswerte Selbstzahlerangebote in Betracht. Selbstzahlerangebote unter:
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Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz. Alle notwendigen Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt werden.
Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
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